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Asset Servicing im Vergleich zu Asset Settlement: Wir stellen sicher, dass sich Ihre Wertpapiere stets am richtigen Ort befinden
Asset Servicing im Vergleich zu Asset Settlement: Wir stellen sicher, dass sich Ihre Wertpapiere stets am richtigen Ort befinden
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Asset Servicing im Vergleich zu Asset Settlement: Wir stellen sicher, dass sich Ihre Wertpapiere stets am richtigen Ort befinden

15/04/2019

Die grenzübergreifenden Ströme nehmen weiter zu, da die Globalisierung und der bessere Marktzugang Asset Ownern Ertrags- und Diversifizierungsmöglichkeiten bieten. Der Kauf und Verkauf auf globalen Märkten gestaltet sich jedoch oftmals komplex und ineffizient

Asset Manager und Versicherer zielen darauf ab, ihre Reichweite durch die geographische Verteilung ihrer Produkte zu vergrößern. Gleichzeitig diversifizieren sie ihre Portfolios durch Auslandsinvestitionen. In vielen Fällen können die gleichen Wertpapiere auf verschiedenen Märkten verarbeitet und in Portfolios an verschiedenen Standorten verwahrt werden. Falls sich die Käufer und Verkäufer an verschiedenen Orten befinden, müssen die jeweiligen Back-Office-Teams grenzübergreifende Anweisungen erteilen, um solche Handelsgeschäfte abzuwickeln. Aufgrund unterschiedlicher Formate und Abschlussvorgaben zwischen Märkten sind diese grenzübergreifenden Ströme ihrer Art nach sowohl schwierig zu managen als auch kostspieliger. Viele dieser Ströme machen Ergänzungen erforderlich, die sich auf die Effizienz der Transaktionsverarbeitung und auf die Effektivität der Back-Office-Teams auswirken. Dies kann zu verspäteten oder fehlgeschlagenen Handelsgeschäften führen.

Selbst Europa – in dem das Projekt TARGET2-Securities 23 Zentralverwahrer (Central Securities Depositories, CSDs) zur Schaffung eines einzigen Settlement-Systems für die europäischen Wertpapiermärkte zusammenführt – kann sich diesem Problem nicht entziehen. Stattdessen werden Wertpapiere heute im Binnenmarkt eines Investors beim herausgebenden Zentralverwahrer (Issuer CSD) oder auf der Infrastrukturebene, auf der die Wertpapiere gekauft worden sind, d. h. bei einem internationalen Zentralverwahrer für internationale Märkte, oder über einen investierenden Zentralverwahrer (Investor CSD) verwahrt.

Zwischen den Investoren und dem Markt steht eine komplexe Kette aus Intermediären

Die Verwahrungskette für Wertpapiere wird nicht minder kompliziert. Wenn inländisches Vermögen nicht mehr direkt in dem entsprechenden Binnenmarkt verwahrt wird, kommen zusätzliche Akteure ins Spiel, die zwischen der Verwahrstelle des Investors und dem lokalen Zentralverwahrer im herausgebenden Land sitzen. Diese zusätzlichen Intermediäre führen zu Folgendem:

  1. Ein weniger effizienter Transaktionsservice für Wertpapiere: Falls die Verwahrstelle des Asset Owners keinen Zugang zum lokalen Markt hat, kann diese nicht direkt mit dem herausgebenden Unternehmen, dem Zentralverwahrer des herausgebenden Landes, den lokalen Steuerbehörden und Aufsichtsbehörden interagieren. Dementsprechend muss sich der Investor jetzt auf die Dienstleistungsqualität von Intermediären verlassen, die sich in nachgelagerten Phasen der Wertschöpfungskette befinden. Dies kann zu unvollständigeren Markt- und Wertpapierinformationen, zum verzögerten Empfang von Marktankündigungen und wichtigen Details zu wertpapierrelevanten Ereignissen, zu nicht wettbewerbsbedingten Beschneidungen von Kapitalmaßnahmen und zu einem Verlustrisiko in Bezug auf wichtige Informationen über unternehmerische Maßnahmen führen.
  2. Erhöhtes Risiko und höhere Kosten: Zusätzliche Dritt-Anbieter in der Verwahrungskette und die damit verbundenen Kosten steigern die Gesamtkosten für das Asset Management. Darüber hinaus steht die Verwahrstelle des Investors nicht mehr in einem direkten Verhältnis zu allen Intermediären. Dementsprechend hat die Verwahrstelle keine direkte Kontrolle mehr über die Intermediäre und keine Möglichkeit, Einfluss auf die Qualität, Effizienz oder Personalisierung von Dienstleistungen zu nehmen.

Demgegenüber führt die direkte Verwahrung auf dem lokalen Vermögensmarkt in mehrerlei Hinsicht zu einer besseren Dienstleistungsqualität. Ohne die Intermediärskette sinkt das Risiko für den Verlust von Informationen über Kapitalmaßnahmen, da lokale Teams im direkten Kontakt mit den Herausgebern stehen. Ferner wird ein direkter Zugang zum lokalen Markt ermöglicht, der zu besseren Marktfristen führt.

Die zunehmende Durchdringung der Weltmärkte sorgt dafür, dass die Ausschöpfung der Vorteile einer optimierten direkten Vermögensverwahrung in Kombination mit den Möglichkeiten zur Durchführung von Transaktionen über andere Settlement-Systeme nur noch mehr an Bedeutung gewinnt.

Automatisch optimierte Verwahrung und Anpassung von Vermögen

Dank des direkten Zugangs von BNP Paribas Securities Services auf die wichtigsten Weltmärkte können wir unseren Kunden mit unserem leistungsstarken multilokalen Angebot das Beste beider Welten bieten:

  • Vermögensverwahrung auf lokalen Märkten
  • Automatische Wertpapieranpassung, um grenzübergreifende Verkäufe an den Orten zu ermöglichen, an denen die Nachfrage besteht

Unser Securities-Inventory-Management-Service optimiert das Asset Servicing und das Settlement durch die automatische Übertragung von Wertpapieren in die und aus den jeweiligen lokalen Märkten, wenn Wertpapiere auf einem anderen Markt eingegangen sind oder an einen anderen Markt übermittelt werden müssen. Der Service setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:

  • Optimierungsübertragungen – am Ende jedes Abrechnungstags prüfen wir die Portfolios unserer Kunden. Etwaiges Vermögen, das derzeit nicht in dem jeweiligen Binnenmarkt verwahrt wird, wird daraufhin über ein elektronisches, zahlungsfreies Verfahren (Free of Payment) automatisch in die lokalen Märkte übertragen (vorausgesetzt, dass das Wertpapier nicht parallel dazu Bestandteil einer Veräußerung auf dem ausländischen Markt ist). Die Parameter, die maßgeblich dafür sind, welche Wertpapiere unter welchen Umständen bewegt werden sollen, werden mit den Kunden abgestimmt.
  • Automatische Anpassung – Vermögen, das zur Verwahrung in den lokalen Markt zurückgeführt worden ist, kann anschließend von Kunden auf anderen Märkten auf der ganzen Welt verkauft werden. Für den Fall, dass das Vermögen nicht bereits am gewünschten Erfüllungsort des Kunden verwahrt wird, werden die verfügbaren Wertpapiere von uns geprüft und elektronisch, über eine zahlungsfreie Überweisung (Free of Payment), in Echtzeit an den Erfüllungsort transferiert, um das Settlement abzuwickeln. Diese innovative Möglichkeit gewährleistet, dass für das Settlement die richtigen Wertpapiere zur Verfügung stehen und, dass der Verkauf reibungslos ablaufen kann – sodass das Risiko, die Kosten und der Aufwand von grenzübergreifenden Transaktionen des Kunden reduziert werden.

Der Securities-Inventory-Management-Service wurde erstmals Ende 2017 auf 10 Investment-Märkten eingeführt: Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Portugal, Spanien und die Vereinigten Staaten. Mit der Zeit und gemäß der Kundenanforderungen werden wir diesen Service auf mehr als 90 lokale Märkte ausweiten, in denen wir heute operieren. Das Ergebnis ist eine wirklich globale Leistungsfähigkeit, die Kunden eine qualitativ hochwertigere Vermögensverwahrung und -verwaltung, eine verschlankte grenzübergreifende Wertpapierabwicklung sowie geringere Kosten und Risiken ermöglicht.

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