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Ein Gleichgewicht finden

26/11/2015

Angesichts aufsichtsrechtlichen Drucks und lauterer Forderungen nach Effizienz wird eine Kombination aus internen und ausgelagerten Währungsmanagementlösungen helfen, ein schlankeres, flexibleres FX-Ausführungsmodell aufzubauen

Portfolio-Manager sehen sich weiterhin ständigem aufsichtsrechtlichem Druck gegenüber, ein optimales Ergebnis sicherzustellen, wenn sie für Kunden Anlagegeschäfte ausführen. Das galt lange für Aktien und wird jetzt für Devisengeschäfte äußerst wichtig.

Das EU-Recht unter MiFID II verlangt über den Begriff eines optimalen Ergebnisses hinaus, dass der gesamte operative Prozess und die Systeme des Investment Managers – von der Auftragsgenerierung bis zur Abwicklung – sicher und effizient sind. Investmentgesellschaften müssen geeignete Vorkehrungen treffen und Systeme einrichten, um Risiken zu identifizieren und zu mindern und den effizienten und pünktlichen Abschluss von Transaktionen zu fördern.

 

Outsourcen oder doch nicht?

In der Welt des Portfolio-Managers reicht der Umfang von Devisengeschäften über den von Plain Vanilla-Währungsumtauschen, um Kauf- und Verkaufsabwicklungszusagen in Devisen zu erfüllen, hinaus; er beinhaltet auch die Überwachung und Umrechnung von von Portfolio-basierten Devisen generierten Cash-Flows zurück in die Grundwährung.

Zusätzlich können Portfolio-Manager entscheiden, das durch Fluktuationen in ihrem auf eine ausländische Währung lautenden Anlageportfolio erzeugte Währungsrisiko zu neutralisieren. Das Gleiche gilt für Anteilsklassen, die auf ausländische Währungen lauten.

Für einige Portfolio-Manager kann die zusätzliche Arbeitsbelastung, die durch die Verwaltung dieser Prozesse entsteht, operativ teuer und zeitraubend sein. Strengere aufsichtsrechtliche Anforderungen in Verbindung mit einem Streben nach höherer Effizienz haben Manager dazu gebracht, zu überlegen, ob es nicht zu einem besseren Ergebnis führen könnte, einige oder alle dieser Prozesse an einen Drittanbieter auszulagern.

Die Frage lautet dann: Outsourcen oder nicht? Eine interne Abwicklung hat Vorteile, aber je nach der Größe und der Art der Investmentgesellschaft kann sich ein ausgelagertes Modell als vorteilhafter erweisen.

 

Am Puls des Marktes bleiben

Portfolio-Manager mit dynamischen Anlagemandaten, wie Schwellenländern oder Multi-Asset, können sich für eigenständige Devisenhandelsstrategien entscheiden, um Risikopositionen aktiv zu managen oder einfach direkt Einblicke in den Markt zu bekommen. Im Allgemeinen führen Portfolio-Manager in großen Unternehmen ihre Transaktionen über interne FX-Execution Desks aus.

Der wichtigste Vorteil dieses Modells besteht darin, dass der Portfolio-Manager direkt mit den Teams des externen FX-Liquidity Desks interagieren kann, wodurch er am Puls des Marktes bleiben kann. Dies gilt insbesondere für lokale Märkte im Bereich der Schwellenländer.

In diesem Fall ist eine optimale Ausführung schwierig zu definieren und sollte nicht auf Preis, Geschwindigkeit und Größe beschränkt werden. Eine tiefgreifende Analyse des Prozesses von der Auftragsgenerierung bis zur FX-Ausführung wird zum Verständnis dessen beitragen, wie sich die Transaktionskosten zusammensetzen.

 

Auslagerung Ihrer Devisenausführung 

Denken Sie an einen Investment Manager, der sich hohen Volumina und oft kleinen nominalen Cash-Flows aus zahlreichen Quellen wie Abwicklung, Kapitalmaßnahmen, Zeichnungen, Rücknahmen und Margin Calls gegenübersieht. Die Verwaltung der Cash-Flows und damit verbundenen FX-Transaktionen stellt eine operative Last dar und die Arbeitsbelastung kann unverhältnismäßig zur Größe der einzelnen Transaktion sein. Außerdem kann sie die Transaktionskosten für die Kunden in die Höhe treiben.

Der Einkauf der FX-Ausführung bei einem externen Anbieter über Autoforex und passives Currency Overlay kann auf der anderen Seite viele Ziele erreichen, die man ebenfalls als zentrale Kriterien einer optimalen Ausführungspolitik ansehen kann. Geringere Transaktionskosten, Zugang zur modernsten Devisentechnologie und den neuesten Forex-Lösungen, gemindertes operatives Risiko und geringere Arbeitsbelastung sind einige der wichtigsten Verkaufspunkte für diese Option.

Zusätzlich müssen Investment Manager mit der komplexen Struktur von lokalen Vorschriften und Marktinfrastrukturen umgehen. Einige Länder schränken die Konvertibilität ihrer Währung ein. Ein externer FX-Anbieter, meist die Verwahrstelle, kann Kenntnis lokaler Märkte anbieten, um für die Einhaltung der lokalen Vorschriften und daher sicheren Zugang zu diesen Märkten zu sorgen.

Outsourcing kann eine Antwort auf die Frage eines sicheren operativen Verfahrens sein. Bei der Neutralisierung des Währungsrisikos entweder auf Anlage- oder auf Anteilsklassenebene kann eine passive Currency Overlay-Lösung mit vollständiger unmittelbarer Datenverarbeitung (Straight Through Processing, STP) und einer systemintegrierten Reihe von Compliance-Prüfungen und -Bestätigungen vor und nach dem Geschäft die operative Performance optimieren. Anschließende Buchführung stellt den Verwaltungsprozess von vorne bis hinten sicher. Systematische Berichterstattung eines externen

FX-Anbieters kann einem Portfolio-Manager helfen, die zugrunde liegenden Währungsrisikopositionen und die Absicherungsposition besser zu überwachen.

 

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Ein Gleichgewicht finden

Eine „top-down“ Kosten-Nutzen-Analyse aller FX-Ausführungsmodelle, einschließlich der damit verbundenen Risiken, wird entscheidend sein, um die FX-Ausführungspolitik eines Investment Managers zu definieren.

Wenn Portfolio-Manager ihre Reichweite auf neue Märkte und Anlagen ausweiten, benötigen sie direkten und rechtzeitigen Zugang zum vollständigen Netz von Informationen und zur Recherche und Analyse eines externen FX-Liquidity Desk. Eine gemeinsame Verwaltung der Devisengeschäfte an globalen und lokalen Orten wird definitiv die Komplexität der Infrastruktur erhöhen und stellt die traditionelle Ausführungsorganisation infrage. 

Außerdem fordern Aufsichtsbehörden und Regierungen die Anleihen- und Devisenmärkte ständig heraus, indem sie ihre Fairness und Effektivität infrage stellen – eine Kraft, die die FX-Landschaft und -Infrastruktur weiterhin prägt und dies sicher auch in den nächsten Jahren weiterhin tun wird.

Vor diesem Hintergrund können Investmentgesellschaften ein Portfolio von FX-Lösungen definieren, das an ihre Größe angepasst ist, von der Auslagerung von Prozessen bis hin zur Entwicklung spezifischer interner Ausführungskapazitäten. In der Tat kann ein interner FX-Ausführungsbetrieb, der alle Arten von FX-Strömen verwaltet, zu abhängig von einer sich ständig wandelnden IT- und aufsichtsrechtlichen FX-Landschaft sein; ein vollständig ausgelagertes Modell läuft Gefahr, dass die direkte Verbindung zwischen dem Investment Manager und dem Markt verloren geht. Eine Kombination dieser Lösungen wird helfen, eine schlankere, flexiblere und kosteneffizientere FX-Ausführungskapazität zu schaffen.

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