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15/09/2015

Author : Anne-Laure Couturier, Senior Strategy Analyst at BNP Paribas Securities Services

Plattformen werden für Vermögensverwalter und Fondsvermittler immer wichtiger, besonders in der heutigen Zeit sich ändernder Regulierungssysteme

Fondsvermittlungsplattformen genossen bis vor wenigen Jahren kaum Anerkennung. Heute werden sie als strategischer Teil des Fondsvermittlungssektors angesehen. Als Antwort auf Regulierungen, Technologien und die Kundennachfrage entwickeln sie sich sehr schnell.

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Der „Retail Distribution Review“ (RDR-Direktive), in dem Rabatte für Vermittler und Platformen im Vereinigten Königreich komplett verboten wurden, bietet ein extremes Beispiel für den Trend in Richtung Preisentbündelung. Plattformen haben ihre Rolle in dieser neuen Umgebung gefunden. Sie sind eine Schlüsselkomponente der Wertschöpfungskette geworden und dienen sowohl Vermögensverwaltern als auch Fondsvermittlern. Eine Vielzahl von Modellen

Es haben sich verschiedene Geschäftsmodelle entwickelt. Vermittlungsplattformen, die zwischen Unternehmen operieren, (B2B) bedienen hauptsächlich Finanzberater und Netzwerke; institutionelle Plattformen zwischen Unternehmen (B2B) verbinden Vermögensverwalter mit institutionellen Investoren, und D2C (direct to costumer) Plattformen bedienen den Endkunden. Jedes Modell bietet eine Auswahl an Investitionsfonds und Verwaltungsdiensten und entwickelt verschiedene Mehrwertdienste, wie z. B. effiziente Back-Office Prozesse, die bei der Erfüllung von Regulierungen Unterstützung leisten (Kennen Sie Ihren Kunden und Ihre Due Diligence), Outsourcing von Vermittlungsverträgen und Vermittlungsdaten/-nachforschungen.

Im Vereinigten Großbritannien haben die Plattformen als Resultat des  „entbündelten Preises„ im RDR ihre Kaufkraft genutzt, um Vermögensverwalter zu zwingen, günstige oder „supersaubere“ Aktienklassen zu kreieren, die keine gebündelten Zahlungen entweder für die Vermittler oder die Plattformen enthalten. Die Ironie hierbei ist, dass diese Situation Vermögensverwalter mit einer Marke bevorzugt, da diese fähig sind, einer gewissen Erosion des Margins Stand zu halten und dadurch von den Gewinnen durch den Marktanteil profitieren.

Eine nach MiFID II zu übernehmende Rolle

Mit dem sich nähernden MiFID II - unter dem Markteigenheiten in Bezug auf Rabatte und Gebühren in der gesamten EU weiterhin erlaubt sein werden - werden Fondsvermittlungsplattformen ihre Rolle ausweiten, während sie dabei helfen die Unterschiede zwischen Märkten und Regulierungssystemen zu überwinden. Sie bieten erstens Zugang zu einer großen Bandbreite an Aktienklassen und Finanzinstrumenten (UCITS, ETF, Hedgefonds, usw.) mit einem hohen Grad an Automatisierung in allen Diensten der Wertschöpfungskette. Zweitens sind sie flexibel und können beide Gebührenmodelle anbieten (Gebühren oder Rabatte). Drittens sind sie, da sie bereits alle lokalen Markt- und regulatorischen Fondsvermittlungscharakteristika verwalten, die „Time to Market“-Lösung für Vermögensverwalter, die ihre Vermittlungstätigkeiten über verschiedene europäische Länder und außerhalb Europas ausweiten wollen.

Manche Vermögensverwalter suchen als Antwort darauf eine vertikale Integration von der Produktherstellung, um auf ihrer existierenden Vermittlungsplattform Ratschläge zu geben oder sich zu verbessern - mit dem Ziel die komplette Wertschöpfungskette zu beherrschen und effizienter zu sein. In den USA ist diese vertikale Integration schon in vollem Gange und stellt einen beschleunigten Prozess dar, der auch die Technologien antreibt, wobei die größten Vermögensverwalter in Vermittlungspartnerschaften mit Plattformen zusammenarbeiten und Robo-Advisers (Roboterberater) technikversierten Konsumenten äußerst günstige Indexinlösungen anbieten.

Der Slogan „Kennen Sie Ihr Vermittlungsnetzwerk“ wird für das Überleben immer wichtiger, und daher werden Vermögensverwalter mit einer sowohl erfolgreichen digitalen und Plattform-Strategie diejenigen sein, die gut für die kommenden Änderungen gerüstet sind.

 

Klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel (in Englisch) zu lesen:

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