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Große Erwartungen: ESG
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Große Erwartungen: ESG

07/09/2017

Trevor Allen

Trevor Allen

BNP Paribas Securities Services

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Was kommt als nächstes für Asset Owner und Asset Manager?

ESG-Integration ist die Einbeziehung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in Finanzanalysen und Investmententscheidungen, um höhere Anlageerträge zu erzielen und gleichzeitig Risiken zu mindern. Asset Manager und Asset Owner beabsichtigen, ihre Investitionen in ESG-orientierte Strategien in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln. Asset Manager sorgen sich allerdings um die Kosten der ESG-Integration.

Unser ESG Global Survey 2017 basiert auf einer weltweiten Umfrage unter 461 Asset Ownern und Asset Managern, die von Februar bis April 2017 durchgeführt wurde. Wir untersuchten dabei die Beziehung zwischen Asset Ownern und Asset Managern, wie sich die Hürden für ESG verändern, und die verschiedenen Aktivitätsmuster, die weltweit gerade entstehen.

Dem Bericht zufolge setzen 79% der Befragten auf ESG – entweder bei ihrer Anlagestrategie als Asset Owner oder bei den Produkten, die sie als Asset Manager vertreiben. Fast die Hälfte der Asset Owner, die ESG einbeziehen, haben laut der Studie 25% oder weniger in spezifische ESG-Strategien investiert, beabsichtigen jedoch, diesen Anteil in den kommenden zwei Jahren auf 50% oder mehr zu erhöhen. Bei den Asset Managern, die sich derzeit schon mit ESG befassen, verhält es sich ähnlich: 40 % von ihnen vermarkten nur höchstens 25 % ihrer Fonds als ESG oder verantwortlich investierend. Dieser Anteil dürfte sich jedoch in den nächsten zwei Jahren deutlich erhöhen, da über die Hälfte (54%) in zwei Jahren mindestens 50 % ihrer Fonds als ESG-Produkte vermarkten will.

Die Fähigkeitslücke

Herausforderungen bestehen dahingehend, dass Asset Manager wie auch Asset Owner für die Gewinnung und Analyse von ESG-Daten neue Instrumente, Ressourcen und Fähigkeiten benötigen.

Die Umfrage ergab, dass 55% der Befragten (64% der Asset Owner und 47% der Asset Manager) befürchten, ein Mangel an zuverlässigen Daten könne sich als Hindernis für eine stärkere Umsetzung von ESG erweisen. Auf Sicht von zwei Jahren sinkt dieser Anteil jedoch auf 15% (22% der Asset Owner und 8% der Asset Manager).

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Auch der Mangel an fortschrittlichen Analysetechniken wird von beiden Befragtengruppen mit großer Sorge betrachtet. Fast ein Viertel (23%) sieht darin ein zukünftiges Hindernis und damit den Bedarf, in Technologie und Spezialisten zu investieren. In Branchenkreisen rechnet man mit einer wirksamen Datenerfassung binnen zwei Jahren, allerdings wird die Fähigkeit, aus diesen Daten entsprechende Schlüsse ziehen zu können, eine Herausforderung bleiben. Das ist der Punkt, an dem Smart Data und ESG-Spezialisten ins Spiel kommen.

Asset Manager mit Kosten- und Produktbedenken

Der Aufbau neuer Ressourcen erfordert Investitionen. Asset Manager befürchten deshalb steigende Kosten. Auf die Frage hin, was einer stärkeren ESG-Integration in ihren Anlageportfolios im Weg stehen könnte, nannten 31% der Asset Manager die Kosten als ihre größte Herausforderung in den nächsten zwei Jahren. Alle Befragten sehen den Kostenfaktor auch als das zukünftig größte Einzelhindernis an.

28% der Asset Manager zweifeln zudem an ihrer Fähigkeit, den Produktbedarf von Asset Ownern hinsichtlich ESG erfüllen zu können. Genauso viele Befragte sehen sich mit diesem Problem auch noch in zwei Jahren konfrontiert.

Alternative Anlageklassen zunehmend ESG-bewusst

Weiter weist die Studie auf geplante Verschiebungen der ESG-Allokation in den nächsten zwei Jahren hin – und zwar zugunsten alternativer Anlagen. Asset Manager und Asset Owner erwarten, dass ihre Investitionen in alternative ESG-Anlagen, darunter Hedgefonds, Infrastruktur, Immobilien, Private Equity und Private Debt, in zwei Jahren um 20% steigen werden. Umgekehrt dürfte im selben Zeitraum die ESG-Allokation in börsennotierten Industrieländeraktien, die derzeit fast die Hälfte aller ESG-Engagements ausmacht, um 26% sinken.

Weltweit und in der gesamten Investmentbranche hat man erkannt, dass ESG-Faktoren von zentraler Bedeutung sind – nicht nur für Regierungen, Aufsichtsbehörden und institutionelle Investoren, sondern letztendlich auch für Asset Manager, die sich darum bemühen, ihren Treuepflichten nachzukommen und die Anlegernachfrage zu befriedigen. Unser Bericht zeigt, dass die Zahl der ESG-Fonds in den kommenden zwei Jahren rapide zunehmen dürfte. Aber trotz aller Fortschritte bestehen weiterhin Hindernisse, die eine Verbreitung in noch stärkerem Maße erschweren.

Um den kompletten Bericht herunterzuladen, klicken Sie bitte hier

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