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Millennials werden Ihr Geschäft verändern – die Frage ist wie?
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Millennials werden Ihr Geschäft verändern – die Frage ist wie?

08/03/2017

Millennials, eine demografische Bezeichnung von Personen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren, sind nun zahlreicher als Baby-Boomer. Da die Millennials nun zu der personenreichsten Generation aufgestiegen sind, richten sich natürlich Finanzdienstleistungen an sie. Dieses Zielpublikum und seine Vorlieben zu verstehen, sollte im Mittelpunkt stehen. Wie können Finanzinstitute ihre Attraktivität gegenüber der Millennials verbessern?

Millennials als Arbeitnehmer

Als Arbeitgeber sollten sich Finanzinstitute auf Millennials anpassen. Die Technologie spielt im Leben der Millennials eine wichtige Rolle und die Firmen sollten dies zu ihrem Vorteil nutzen. Sie dürfen jedoch dabei nicht vergessen, dass sie auch ein ‚digitales Gleichgewicht‘ benötigen. Viele Personalabteilungen werden ihren Arbeitnehmern gerne die neuste Technologie zur Verfügung stellen, dabei wünschen sich aber immer mehr Millennials Sitzungen ohne technische Geräte, um die Ablenkungen am Arbeitsplatz zu verringern.

Der Schlüssel hierbei ist, die Millennials dazu anzuhalten, Innovation zu schaffen. Ein großer Pensionsfonds in Australien verfügt über ein Absolventenprogramm, das Millennials gezielt zweckbindet und sie gleichzeitig anhält, neue Ideen hervorzubringen, ohne die Zwänge des traditionellen Betriebsmodells. Dieser Ansatz hatte einen weitreichenden Erfolg, einschließlich der Entwicklung einer marktführenden App, die nun als Referenz für Exzellenz gilt. Diese App richtet sich nicht ausschließlich an Millennials sondern kam bei allen Generationen gut an. Im Vergleich zu traditionellen Produktentwicklungsverfahren tragen solche Innovationen zumeist schneller Früchte und werden kosteneffizienter eingesetzt.

Wird es im Vertrieb Innovationen geben?

Millennials für Investments zu gewinnen ist insgesamt eine neue Herausforderung. Der Vertrieb wird sich an dieses Zielpublikum anpassen müssen. Der chinesische Geldmarktfonds Yu e Bao, der von der Alibaba-Tochtergesellschaft Alipay aufgelegt wurde, hat in 18 Monaten 93 Milliarden USD aufgenommen. Die Einfachheit des Anlageverfahrens, wo man seine Anlagen über sein Smartphone tätigen kann, trug zu seinem Erfolg bei. Yu e Bao ist ein einfacher Geldmarktfonds und sein einziger Unterschied zu seinen Mitstreitern ist die Plattform, über die er vertrieben wurde: Firmen müssen ihre Produkte nicht völlig neu erfinden, sondern eher den Vertrieb völlig neu überdenken.

Der Schritt zu ESG

Welche Produkttypen sollten an Millennials verkauft werden? Strategien mit einer Ausrichtung auf Umwelt, soziale Aspekte und Unternehmensführung (Environment, Social and corporate Governance - ESG) sind bei jüngeren Anlegern beliebt, die bei ihrer Rendite auch auf die positiven Auswirkungen achten. Diese Anleger verstehen, dass nachhaltige Investments und Rendite miteinander einhergehen. Immer mehr Organisationen, darunter auch Theam, eine spezifische Asset Management Tochterfirma von BNP Paribas Investment Partners, haben diesen Trend erkannt und legen ETF auf, die Anlegern ein Engagement in Wertpapier- und Indexkörben bieten, die einen niedrigen Co2-Ausstoß aufweisen.

Immer mehr Anleger sowie Manager erkennen, dass ESG das Risikomanagement verbessert und langfristige, nachhaltige hochwertige Anlagen stützt, da solche Anlagen ein höheres Risiko-Rendite-Profil aufweisen. BNP Paribas Securities Services, die weltweit erste Depotbank, die am UN PRI teilnimmt, hat 2016 eine umfangreiche ESG-Risikoanalyse-Lösung lanciert. Diese Lösung wurde zusammen mit einem führenden Anleger – UniSuper – entwickelt und ihr Ziel ist die genaue Analyse auf Unternehmensebene und die Förderung eines flexiblen und intuitiven Verständnisses der ESG-Risiken in Anlegerportfolios und Benchmarks. UniSuper stellt in den Vordergrund, dass es ESGRA nutzt, um

„Portfoliorisiken zu identifizieren…, Manager einzubeziehen, um zu verstehen, wie sie ihre ESG-Risiken verwalten…wir merken, dass diese ESG-Integration uns dabei hilft, uns auf hochwertige Anlagen zu konzentrieren und auch das Engagement antreibt. Es kann uns Chancen bieten, die Praktiken des Unternehmens zu verbessern und letztendlich dazu führen, dass es eine nachhaltigere langfristige Anlage wird.“

„Robo-advice“: Alles nur Hype?

Realistisch gesehen kann nicht jeder Kleinanleger individuell beraten werden. Über auf Algorithmen basierte Robo-Berater könnten Fondsmanager ihnen jedoch eine Beratung bieten, die als individuell aufgefasst werden könnte. Interessanterweise werden Robo-Berater von der breiten Masse allerdings nicht als strategische Chance angesehen. 41% der Teilnehmer einer vor Kurzem bei führenden Asset Managern und Asset Ownern durchgeführten Umfrage von BNP Paribas zeigte, dass sie ein „Robo-Advice“-Produkt entwickeln, während 47% angaben, dass solch ein Ansatz nicht von Bedeutung sei. Skeptiker geben immer wieder an, dass die ersten Robo-Berater vor mehr als einem Jahrzehnt eingeführt wurden und zahlreiche aktuelle Anbieter solcher Dienstleistungen haben Schwierigkeiten, hiermit Geld zu verdienen. Manche Organisationen geben an, dass ihre Kunden einen individuellen Ansatz der Vermögensverwaltung bevorzugen, den Robo-Berater noch nicht bieten.

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