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Wie Versicherer ihre liquiden Mittel optimal nutzen können
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Wie Versicherer ihre liquiden Mittel optimal nutzen können

22/03/2018

Christelle Ybanez

Christelle Ybanez

Leiterin der Insurance Market Strategy

BNP Paribas Securities Services

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Trotz Aussichten auf Zinssteigerungen – wie sie die jüngsten Schwankungen an den globalen Aktienmärkten zeigen – bewegen sich die Versicherer nach wie vor in einem historisch niedrigen Renditeumfeld. Doch nicht alles ist so düster, wie es scheint. Für Versicherer gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zusätzliche Erträge zu erwirtschaften, ohne das Anlagerisiko zu erhöhen. Sie können Vermögenswerte optimieren – insbesondere hochwertige liquide Vermögenswerte (High Quality Liquid Assets – HQLAs) – und – da Liquidität als das aktuelle Sorgenkind betrachtet wird – diese effizienter machen oder auch weniger Liquidität  halten. Wer seine Sicherheiten so effizient wie möglich verwalten möchte, kann sich für eine Dreierlösung entscheiden und sich mit anderen Marktteilnehmern vernetzen

HQLAs - den Wert eines Portfolios erschließen

Zweifellos befassen sich die Versicherer mit möglichen Mehrerträgen aus der Wertpapierleihe. Die Leihe von US- und bestimmten europäischen Staatsanleihen (HQLA) ist bereits heute einer der wichtigsten und stabilsten Ertragsgeneratoren im Sektor Wertpapierleihe. Asset Manager mit festverzinslichen Wertpapieren, die über ihre Wertpapierleiheprogramme verstärkt auf Sicherheits-Transformationsgeschäfte und alternative Re-Investment-Strukturen von Barsicherheiten setzen, haben in den letzten 18 Monaten von überdurchschnittlichen Renditen profitiert.

Für Versicherungsunternehmen, die der Solvabilität-II-Richtlinie unterliegen, hat die Wertpapierleihe keine negativen Auswirkungen auf ihre Solvabilitätskapitalanforderung (SCR). Denn die ausgeliehenen Wertpapiere werden weiterhin in die SCR-Berechnung des Versicherungsmarktes einbezogen und so behandelt, als ob sie in der Bilanz verblieben. Obwohl die Kontrahenten-SCR durch Wertpapierleiheaktivitäten negativ beeinflusst wird, kann eine Entschädigung durch einen Wertpapierleiheagenten dazu beitragen, das Kontrahentenrisiko zu vermindern. 

Liquiditätsoptimierung

Aufgrund der niedrigen Zinssätze und der unbeabsichtigten Folgen von Marktregulierungen ist die Liquidität in Form von Kontensalden in der Tat eine problematische und wartungsintensive Anlageklasse.

Die zentralen Clearing-Reformen (EMIR und Dodd-Frank) zielen darauf ab, Risiken zu reduzieren und die Transparenz zu erhöhen. Versicherer, die sich gegen Zins- und Währungsrisiken absichern, müssen einen täglichen Wertausgleich zwischen Käufer und Verkäufer (Variation Margin – VM) ausweisen, um ihr Mark-to-Market-Exposure jederzeit vollständig abzusichern. Der VM für Clearing-Geschäfte muss als „Kasse“ zur Verfügung gestellt werden, während Sicherheiten für nicht abgerechnete Transaktionen als „Kasse“ oder in Wertpapieren (wie bilateral zwischen den beiden Parteien vereinbart) geleistet werden können. 

Die Solvabilität-II-Richtlinie erfordert auch höhere Sicherheiten. Dies hat die Bilanzen der Versicherungsunternehmen unter Druck gesetzt. Die Versicherer in Europa haben deshalb lange auf Bargeld gesetzt (Bargeld wirkt sich neutral auf die SCR aus).

Obwohl Liquidität  für Versicherer Bestandteil des geschäftlichen Lebens bleibt, stehen mehrere Lösungen zur Verfügung, um das Bargeld zu erhalten oder zu optimieren.

Versicherer, die ihre Liquidität aktiv verwalten, können Tagesendbestände in Echtzeit prognostizieren und durch den Einsatz von Zero-Balancing-Lösungen Tagesendbestände über mehrere Konten hinweg zu einem einzigen Konto aggregieren.  Ein Versicherungsunternehmen befindet sich folglich in guter Position, um Liquidität  in den Markt zu reinvestieren.

Für Versicherer, die ihr Cashmanagement delegieren möchten, führt eine Cash-Sweep-Lösung eine automatisierte Übertragung aller Barguthaben an vorab vereinbarte Geldmarktfonds durch, um eine Rendite zu erzielen, die über der von Standard-Cash-Konditionen liegt.

Finanzierung von Liquidität

Versicherungsgesellschaften können das Halten von weniger Liquidität bevorzugen, obwohl sie einen täglichen Bedarf an Barfinanzierungen haben. Versicherer mit einem diversifizierten Vermögensportfolio können von ihrer Verwahrstelle auf zugesagte und/oder informelle Dispokredite zurückgreifen, um für reibungslose Betriebsabläufe zu sorgen, und müssen dann keinen leistungsmindernden Liquiditätspuffer unterhalten. 

Tri-Party-Plattformen – Wegbereiter für Ihre Repo-, Wertpapierleihe- und Derivategeschäfte

Bei der Suche nach nachbörslichen Sicherheitenmanagement-Lösungen lohnt es sich, das Tri-Party-Modell in Betracht zu ziehen, da es den Versicherern helfen kann, ihre Sicherheiten effektiver zu verwalten.

Unsere Tri-Party-Lösung für die Verwaltung von Sicherheiten

  • ermöglicht den Versicherern, sich bietende Gelegenheiten zu nutzen
  • erleichtert die Bestandsverwaltung, indem es direkt mit dem Handelskonto verbunden wird. Keine Notwendigkeit, eine Long-Box zu verwalten
  • Effizientere Verwaltung von Basket-Repos durch Synchronisation der Kassamarktposition mit mehreren Wertpapierlinien, die durch eine Berechtigungsmatrix definiert sind (auch „Basket“ genannt)
  • Bietet dem Sicherheitengeber eine höhere Geschwindigkeit, insbesondere bei der Refinanzierung kleinerer Wertpapierlinien
  • Erweitert die Palette der zulässigen Vermögenswerte – Aktien oder Unternehmensanleihen – und erzielt dadurch attraktivere Ausführungsmargen

Zusammenfassung

Versicherungsunternehmen können mit ihren HQLAs die Rendite steigern und ihre Liquidität optimieren oder bewahren. Um ihre Sicherheiten effizienter zu verwalten, können sie eine Tri-Party-Lösung nutzen. Bei BNP Paribas Securities Services haben wir die erste neue Tri-Party-Lösung für die Verwaltung von Sicherheiten seit 20 Jahren auf den Markt gebracht. Sie nutzt die neueste Technologie, um unseren Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre Sicherheitenanforderungen in Echtzeit zu überwachen, und ihren künftigen Finanzierungsbedarf zu prognostizieren.

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